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	<title>Angst Archive - Your Way</title>
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	<description>Raus aus der Opferrolle!</description>
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	<title>Angst Archive - Your Way</title>
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		<title>Wieviele Jahre noch bis zur Rente? Von der Angst vor Veränderung und dem Glück, sie zu überwinden</title>
		<link>https://petra-kohse.de/von-der-angst-vor-veraenderung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Petra Kohse]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Jun 2025 20:21:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Angst]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Weißt du, wieviel Energie freiwerden kann, wenn man bestimmte Türen nicht mehr zuhalten muss? Und wieviel Zeit man plötzlich hat, wenn man aufhören kann, sich zu beklagen? </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://petra-kohse.de/von-der-angst-vor-veraenderung/">Wieviele Jahre noch bis zur Rente? Von der Angst vor Veränderung und dem Glück, sie zu überwinden</a> erschien zuerst auf <a href="https://petra-kohse.de">Your Way  </a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Die meisten Menschen sehnen sich nach Veränderung. Und zwar jahrelang, mitunter jahrzehntelang, ohne dass sich etwas verändert. Warum ist das so? So absurd es klingt: Weil sie nicht wollen, dass sich dabei etwas ändert. Man träumt beispielsweise von einem anderen Job – aber den wirklich zu bekommen und anzunehmen hieße ja, dass man die Kolleg*innen verlassen müsste. Dass der Arbeitsweg ein anderer würde, die Arbeitszeiten womöglich etc.</p>



<p>Das ist nicht läppisch. Veränderung macht Angst. Man kann auch Umzüge in eine andere Stadt oder Trennungen von Partner*innen als Beispiele nehmen, die noch sehr viel tiefer ins System einschneiden. Aber bleiben wir ruhig bei der halbwegs unverfänglichen Arbeitsstelle.</p>



<p>Ja, man hätte also wirklich gerne eine andere Tätigkeit oder mehr Anerkennung. Aber:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Da, wo man jetzt ist, kennt man die Abläufe und beherrscht die Regeln. Wie wird es woanders sein?</li>



<li>Hier kennt man die Menschen – und wird von ihnen gekannt. Wie lange wird es dauern, mit einem neuen Umfeld warm zu werden?</li>



<li>Und man bestätigt auf der jetzigen Stelle jeden Tag aufs Neue seine Existenz. Denn wenn man jetzt ginge – würde das nicht bedeuten, dass die letzten Jahre ein Fehler, womöglich gar nicht wahr gewesen sind? </li>
</ul>



<p>Auch das Geld spielt eine Rolle, aber dies auf irrationale Weise: Sogar, wenn man sein Gehalt zu niedrig findet, neigt man oft dazu, zu bleiben, denn so wie es jetzt ist, hat man doch wenigstens einen Spatz in der Hand &#8230; – daher würde ich das Geldthema Punkt eins zuordnen. &nbsp;</p>



<h1 class="wp-block-heading">Am schwersten wiegt der Verlust des Bestehenden </h1>



<p>Die Gemengelage ist also die: Man ist einerseits unzufrieden, hat Wünsche, ja ersehnt sich Neues. Andererseits ist da die Angst vor genau diesem Neuen – und mehr noch vor dem Verlust des Bestehenden, ja vor der Veränderung als Prinzip: dem ständigen Wandel, der einen wer weiß wohin treibt und dem man eben nur sein persönliches Festhalten entgegensetzen kann. </p>



<p>Die Spannung, die hieraus entsteht, entlädt sich meist in der Klage. Dem Jammern über ungenügende Verhältnisse, denen man leider hilflos ausgeliefert ist. Und über die vermutete Unmöglichkeit, etwas anderes, Besseres zu finden. Damit stabilisiert man sich dann wieder halbwegs, wenn auch auf energetisch gesehen niedrigem Niveau. Wieviele Jahre sind es noch bis zur Rente?</p>



<p>Die Bedenken vom Tisch zu wischen und Menschen in dieser Spannungslage ins Gewissen ihrer Träume reden zu wollen, wird nicht zum Ziel führen. Die Ängste sind real, und von außen kann keine Veränderung bewirkt werden. Eine Stabilisierung auf energetisch hohem Niveau wird sich nur ergeben, wenn der Widerspruch aufgelöst und entweder der Veränderungswunsch als übernommenes Bild dechiffriert oder den inneren Fesseln auf den Grund gegangen wird.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wenn man im Sicherheitsnetz festklebt</h2>



<p>Denn dafür, dass sich jemand daran hindert, das anzustreben, auszuprobieren und zu leben, was er oder sie sich im Innersten wünscht, gibt es immer einen Grund. Einen Glaubenssatz, ein Versprechen, das man sich oder anderen gegeben hat, ein Verhaltensmuster, mit dem man alte Verletzungen kompensiert, irgendein vermeintliches Sicherheitsnetz, an dem man aber festklebt wie ein eigentlich flugfähiges Insekt im Netz der Spinne. Sich solche Felder anzusehen, lohnt sich meist nicht nur in einer Hinsicht. </p>



<p>Weißt du, wieviel Energie freiwerden kann, wenn man bestimmte Türen nicht mehr zu, all diese Deckel nicht mehr unten halten muss? Und wieviel Zeit man plötzlich hat, wenn man aufhören kann, sich zu beklagen? Wie dies die Freund*innen entlastet? Und das Leben beschwingt?</p>



<h3 class="wp-block-heading">Abschiede sind immer traurig. Das darf so sein</h3>



<p>Die gute Nachricht ist: Um sich endlich zu verändern, muss man nicht &#8222;über die Angst gehen&#8220; und sich mit schlotternden Knien in das Ungewisse stürzen. Angst lässt sich an dem Punkt auflösen, an dem sie entstanden ist. Auch heute noch. Und wenn das geschafft ist, kommt es einem bald selbst seltsam vor, an welchen akuellen Verhältnissen man noch festhält, obwohl sie einem nicht guttun. Veränderung wird dann der selbstverständliche nächste Schritt sein.</p>



<p>Ich will nicht sagen, dass Veränderung jemals vollkommen leicht sein wird und ohne Bedauern. Aber sie wird für einen selbst alternativlos werden. Abschiede sind immer auch traurig. Es wäre seltsam, wenn das nicht so wäre. Doch darf einen das nicht nachhaltig davon abhalten, etwas Neues zu beginnen. Denn auch wenn es nicht mehr allzuviele Jahre bis zur Rente sind – dein Leben findet immer im Jetzt statt.</p>



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<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Foto von Adina Voicu über Pixabay</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://petra-kohse.de/von-der-angst-vor-veraenderung/">Wieviele Jahre noch bis zur Rente? Von der Angst vor Veränderung und dem Glück, sie zu überwinden</a> erschien zuerst auf <a href="https://petra-kohse.de">Your Way  </a>.</p>
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		<title>Kein Grund zur Panik: Es ist nur der Säbelzahntiger, der gerade dein Seelenheil bedroht</title>
		<link>https://petra-kohse.de/keine-panik-angst-weist-einen-weg/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Petra Kohse]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 May 2025 12:33:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Angst]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn die Angst kommt, geht nichts mehr. Sofortiger Stopp aller Systeme. Das ist, weil die Angst es wirklich ernst meint – als Freundin. Und sie lässt sich auch nicht abspeisen mit einer Kur, etwas Yoga oder einem Burnout-Programm.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://petra-kohse.de/keine-panik-angst-weist-einen-weg/">Kein Grund zur Panik: Es ist nur der Säbelzahntiger, der gerade dein Seelenheil bedroht</a> erschien zuerst auf <a href="https://petra-kohse.de">Your Way  </a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Manche spüren es zuerst im Magen, andere bekommen Herzklopfen, beginnen zu zittern oder haben Schmerzen im linken Arm. Egal womit es anfängt, binnen Sekunden funkt das gesamte vegetative Nervensystem Alarm, und je nachdem, welcher Typ man ist, wechselt man in den Reaktionsmodus Kampf, Flucht oder Ohnmacht – fight, flight or freeze: Man wird aggressiv, kann nicht mehr stillsitzen oder sackt zusammen wie ein Häuflein Elend.</p>



<p>Wenn die Angst kommt, geht nichts mehr. Alle Sicherungen versagen, was zusätzlich Angst macht. Dass oft kein äußerer Anlass ersichtlich ist, kommt hinzu und macht ebenso neue Angst wie die völlig richtige Vermutung, dass sich dieser Zustand jederzeit wiederholen kann. Irgendwann triggert schon ein Herzklopfen beim Treppensteigen die Angst vor der Angst und morgens beim Aufwachen checkt man erstmal – wiederum ängstlich – alle Körperfunktionen oder man erwacht ohnehin mit einem brennenden Gefühl im Solarplexus, wie bei einem Schrecken.</p>



<h1 class="wp-block-heading">Auch wenn es sich so anfühlt: Man stirbt nicht </h1>



<p>Eine Ärztin sagte mir einmal, dass die meisten Menschen, die in die Notaufnahme kommen, weil sie fürchten, einen Herzinfarkt erlitten zu haben, tatsächlich eine Panikattacke hatten. Das war am 1. Mai 2014 in einer Notaufnahme. Ich hatte den Tag der Arbeit mit den Kindern im Grünen verbringen wollen und am Vorabend nach Dienstschluss Essen vorbereitet, war früh aufgestanden, hatte die Wohnung geputzt, Decken, Spiele etc. gepackt – und mich dann auf der Stadtautobahn verfahren, war durch den Umweg in Verzug gekommen, wollte den Freunden Bescheid geben, dass wir uns verspäten würde … &nbsp;Es dauerte mehrere quälende Minuten, bis ich mir eingestand, dass ich nicht weiterfahren konnte, sondern auf dem Standstreifen einer Zufahrt anhalten musste. Ein Gefühl zu fallen, zu sterben. „Man stirbt dann nicht“, versicherte meine Hausärztin einige Tage später. „Man wird nicht einmal wirklich ohnmächtig. In eine Tüte zu atmen, hilft auch.“</p>



<p>In den Jahren darauf habe ich viel über Angst und die Angst vor der Angst gelernt und den 1. Mai stets schon vorauseilend und freiwillig im Bett verbracht. Wobei Angst keine Folge von Überforderung ist. Es ist eher so, dass sich das meldet, was durch andauerndes, auslaugendes Tun zugedeckt wird. Angst kommt von innen, aus der Tiefe, sie ist so etwas wie ein Nothaltemechanismus des Systems. Nicht mit dem Ziel, das restliche Leben im Bahnhof zu verbringen – sondern es soll das Gleis gewechselt werden. Oder man hat etwas Wichtiges vergessen, ohne das die Fahrt keinen Sinn macht. Oder man ist wirklich zu schnell gefahren, das gibt es auch.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Angst ist ein Korrekturprogramm</h2>



<p>In jedem Fall ist Angst ein Rettungsmechanismus. Ein Korrekturprogramm. Es enthüllt dir, dass dein Alltag, der dir so vertraut und unveränderbar erscheint, in Wahrheit ein Säbelzahntiger ist, der dein Seelenheil bedroht. Angst erzählt dir etwas über dich selbst. Sie ist eine Freundin.</p>



<p>Und wie eine wirklich gute Freundin, lässt Angst nicht locker. Sie lässt sich nicht abspeisen mit einer Kur, etwas Yoga oder einem Burnout-Programm. Das ist als Sofortmaßnahme zwar richtig und wichtig. Einmal auf dem Plan, will die Angst aber mehr: eine valide Kursänderung oder Offenlegung oder was auch immer sie angelockt hat. Und sie bleibt verlässlich an deiner Seite und flüstert dir „warm, warm, heiß!“ oder „ganz kalt“ ins Ohr, bis du das Osternest mit deinem Seelenthema gefunden hast, seien es vergessene Gefühle, einen Plan, den du mal hattest – irgendetwas jedenfalls, das dein Leben reicher machen wird, das echte Freude bringt. Der Weg aus der Angst ist der Weg mit ihr als Kompass.</p>



<p>Manchmal macht die Richtung, die sie zeigt, selbst Angst. Aber das ist dann eine andere Angst, vielleicht eher eine Furcht: ängstliche Gedanken, Bedenken, man kann doch nicht … Doch, kann man.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Eine innere Logik gibt es durchaus</h3>



<p>Auch wenn es für eine Panikstörung diagnostisch konstitutiv ist, dass die Angst nicht in bestimmten, vorhersehbaren Situationen auftritt – eine innere Logik gibt es durchaus. Tagebuchschreiben hilft: Wie hast du dich in der jeweils vorausgegangenen Situation gefühlt – der Weg des Herzens führt dich hin, Biegung um Biegung. Es mag dauern, aber das macht nichts, denn genau dafür haben wir ja das Leben, nicht für Exceltabellen oder Fleißbienchen. Und wenn du jemanden brauchst, der <a href="https://petra-kohse.de/dragonfly-programm/">die ersten Schritte </a>mit dir geht – ich bin da.</p>



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<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Foto: Walter Knerr über Pixabay</p>
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